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Informationen zu den verschiedenen Drucktechniken

Erst durch die Individualisierung wird aus einem einfachen Artikel ein Werbeartikel mit Werbebotschaft. Diese können je nach Unternehmen und Werbeziel sehr unterschiedlich sein. Ein Unternehmen aus der Metallbranche beispielsweise setzt lieber einen USB Stick mit dezenter Gravur ein, bei dem nicht die Werbung an erster Stelle stehen soll, sondern eher der Artikel selbst als Zeichen einer guten Geschäftsbeziehung. Ein junges, neu auf den Markt strömendes Unternehmen, wird dagegen vielleicht eher auf Masse, und somit auf günstige Streuartikel setzen. Diese dienen dann in erster Linie dazu, eine große Zielgruppe anzusprechen und das Unternehmen bekannt zu machen. So unterschiedlich die Unternehmen und Branchen, so unterschiedlich werden auch Werbeartikel eingesetzt. Doch letztlich dienen alle nur einem Zweck: eine ständige Präsenz bei dem Kunden und das eigen Unternehmen von der Konkurrenz abzuheben.

Damit auch Sie einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Individualisierungsmöglichkeiten bekommen, haben wir Ihnen die wichtigsten im Folgenden zusammengestellt und näher erläutert.

Der Siebdruck

Der Siebdruck ist ein weit verbreitetes Verfahren, welches auf den unterschiedlichsten Materialien wie Textilien, Kunststoffen, Papierprodukten, Keramik und Glas sowie auf Holz oder Metall angewendet werden kann.Aufgrund seiner, im Vergleich zu anderen Drucktechniken, geringen Einrichtungskosten, ist das Siebdruckverfahren auch schon bei kleineren Mengen im Werbeartikelbereich eine günstige Alternative. Durch den satten, großflächigen und hochdeckenden Farbauftrag ermöglicht dieses Verfahren unter anderem auch Druckbilder von mehreren Metern Größe. Die Wurzeln des Siebdrucks gehen bis ins 18./19. Jahrhundert zurück, als das Verfahren noch Katazome-Technik genannt wurden und seinen Ursprung im alten Japan hat. Mit dieser Technik konnten Schablonen, die so genannte Katagami, entwickelt werden, bei denen freistehende Buchstaben oder Zeichen (z.B der Druck des „O“s) ohne Verrücken gelingen konnten.

Zunächst wird von dem zu druckenden Motiv ein Film erstellt. Zu diesem Zweck wird die hochauflösende Bilddatei in lichtundurchlässigem Schwarz auf einer durchsichtigen Spezialfolie ausgedruckt. Hierbei muss beachtet werden, dass der jeweilige Ausdruck positiv und seitenrichtig dargestellt wird. Dieser Film wird schließlich auf dem beschichteten Drucksieb fixiert, so dass die beschichtete Filmseite auf der beschichteten Seite des Siebs aufliegt. Um nun die Schablone zu erstellen, werden Sieb und Film belichtet. Darunter versteht man einen Spezialbelichter, der ein Vakuum herstellt und das Sieb für einige Sekunden einer starken Lichtquelle aussetzt. Je nach Dicke der Beschichtung und nach Art des Gewebes wird die Belichtungszeit angepasst. Nach der Belichtung ist die Schablone fertig und auf dem Sieb sichtbar. Dort, wo das Licht auf das Sieb trifft, härtet die Beschichtung aus und macht das Gewebe undurchlässig. Die Stellen, die durch den Film abgedeckt wurden, werden mit Wasser ausgewaschen. Nun kann das Sieb nach der Trocknung eingesetzt werden. Für jede Farbe und Druckposition wird dabei ein eigenes Sieb erstellt.

Das fertige Sieb wird anschließend mit dem zu bedruckenden Artikel in die Druckmaschine eingespannt. Danach wird die Farbe auf das Sieb gegossen und anschließend mit der Rakel (Gummilippe) verteilt. Durch den Druck des Rakels auf dem Sieb wird die Farbe durch die Schablone gepresst und an den durchlässigen Stellen auf den Artikel gedruckt. Dieser Vorgang muss, je nach Farbintensität und Anzahl der Farben, mit den jeweilig gefertigten Schablonen mehrere Male wiederholt werden. So entsteht nach und nach das Motiv auf dem jeweiligen Artikel.

Eine Unterform des Siebdruckverfahrens ist der Rasterdruck.

Um Farbverläufe im m Siebdruckverfahren umzusetzen, wird im Rasterdruck gearbeitet: Auch hier werden je Farbe und Position Siebe erstellt, bei denen sich die Rasterweiten (Rasterpunkt pro Zentimeter) unterscheiden. Daraus ergibt sich die Regel: je feiner das Motiv, desto feiner auch das Raster. Vorerst muss allerdings das Motiv auf die Umsetzbarkeit geprüft werden und dementsprechend die Siebe erstellt werden.

Tampondruck

Der Tampondruck gehört zur Familie der Tiefdruckverfahren und hat in den letzten 30 Jahren enorm an Popularität in der Drucktechnik zugenommen. Wurden früher hauptsächlich Uhren und Keramik bedruckt, ist heutzutage der Tampondruck in der Werbeartikelindustrie sowie der Automobilindustrie und vielen weiteren Branchen, nicht mehr wegzudenken.

Ein großer Vorteil des Tampondruckes ist die flexible Oberfläche des Farbaufnahmetampons, das sich fast allen unebenen Flächen anpassen kann. Und so funktioniert es: Zunächst werden Klischees angefertigt:  In eine ebene Platte werden  Vertiefungen eingelasert, eingeätzt oder ausgewaschen. Diese Platte bestehen meist aus einer gehärteten und geläppten Stahlplatte, die mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogen ist. Ähnlich wie bei der Filmerstellung beim Siebdruck wird nun ein Film auf diese Platte gelegt und belichtet. Das Licht bewirkt, dass nur die lichtempfindlichen Stellen beleuchtet werden und aushärten.

Die anderen Stellen bleiben weich und werden in einem späteren Prozess, den man Entwicklerbad nennt, entfernt. Damit wird das Klischee auf der Platte freigelegt und in einem Ätzbad ausgeätzt, das wiederum die Vertiefungen in der Stahlplatte erzeugt.

Diese werden dann mit der jeweiligen Farbe gefüllt, die überflüssige Farbe mit einer Rakel entfernt. Zeitgleich nimmt das Tampon, ein runder Stempel aus Silikonkautschuk, die Farbe auf und übernimmt so das Druckmotiv. Anschließend bewegt sich der Tampon zu dem zu bedruckenden Artikel und überträgt das Druckmotiv. Dank der Elastizität des Tampons kann er sich nahezu jeder beliebigen Form anpassen und eine Farbdeckung von nahezu 100% erreichen. Um für jeden Artikel den passenden Tampon auszuwählen, stehen dem Drucker verschiedene Härtegrade zur Verfügung. Hierbei gilt die Regel: je stärker gewölbt der zu bedruckende Artikel ist, desto weicher muss der Tampon sein, um ein bestmögliches Druckergebnis zu erzielen.

Durch dieses Verfahren können Zylinder in einem Winkel bis zu 90° bedruckt werden, mit Spezialtampons sogar bis zu einem vom 120°.Besteht ein Motiv aus mehreren Einzeldruckbildern werden Spezialtampons in verschiedenen Größen angefertigt. Letztlich ist jedoch jedes Druckergebnis von der Oberflächenbeschaffenheit des jeweiligen Artikels abhängig. Zum Schluss werden die einzelnen Artikel noch mit einer Wärmequelle bestrahlt, um  den Verdünner auf der Oberfläche schnell verdunsten zu lassen und den Trocknungsvorgang zu beschleunigen. Ein völliges Aushärten und eine vollständige Verschmelzung zwischen dem Grundmaterial des Werbeartikels und dem Haftmittler, und somit die Garantie einer guten Haftung, sind teilweise erst nach ungefähr 6 Tagen abgeschlossen.

Transferdruck

Der Transferdruck ist wie der Tampondruck ein weiteres Verfahren, das zu der Familie der indirekten Verfahren zählt. Hierbei wird nicht das Motiv direkt auf den zu bedruckenden Artikel gebracht, sondern über ein so genanntes Transfer.

Als Transfer bezeichnet man eine Folie, die bereits einer speziellen Behandlung unterzogen worden ist (Beflockung, Reflektion) oder eine weiße Transferfolie, auf die ein Motiv aufgedruckt wird. Das Motiv kann dann durch verschiedene Verfahrenstechniken hergestellt werden: per Siebdruck, Schneideplotter oder Inkjet-Drucker und Laserdrucker, um nur einige wenige zu nennen. Die Transferfolie ist auf der Rückseite mit einer Schmelzkleberschicht versehen und ist in den meisten Fällen mit einer transparenten Trägerfolie versehen. Die Übertragung ist mit dem Verfahren von kleinen Bügelbildern zu vergleichen. Die fertige Folie wird mit der Seite der Transferfolie auf den zu bedruckenden Artikel gelegt und mittels einer Heizplatte auf den jeweiligen Stoff übertragen.

Da bei der Übertragung auch die Klebeseite des Motivs mit aufgebracht wird, kann man den Druck später nicht nur sehen, sondern auch aufgrund der Materialdicke fühlen. Anschließend werden die Überreste des Trägermaterials abgezogen und das Motiv erstrahlt in seiner vollen Leuchtkraft. Diese Art der Veredelung hat die Vorteile der schnellen Umsetzbarkeit und wird meistens bei der Bedruckung von Trikots mit individuellen Spielernamen und – Nummern eingesetzt. Bei so kleinen Auflagen rechnet sich ein Siebdruck nicht, da in diesem Fall für jedes Detail, dass nicht auf allen Trikots gleich ist, ein extra Film und Sieb erzeugt werden müsste und dies meist den Kostenrahmen sprengen würde.

Bei den Tansferfolien gibt es zwei Kategorien:
Einerseits die vorbehandelten Folien, die nur noch auf das jeweilige Motiv zugeschnitten werden müssen, wie z.B. beflockte oder reflektierende Trägerfolien, und andererseits die  weißen Folien, die mittels der oben erwähnten Verfahren mit Farben bedruckt und anschließend zugeschnitten werden. Vorteil des Transferdrucks sind die hohe Deckkraft der Farben und die Beständigkeit auch nach dem Waschen. Somit hat sich der Transferdruck in den letzten Jahren in der Textilindustrie fest etabliert.

Lasertechnik

Als Lasergravur bezeichnet man eine Veredelungstechnik, die das jeweilige Motiv in den Artikel per Laser eingraviert. Während früher vorzugsweise metallische Werkstücke mittels Gravur individualisiert wurden, findet der Laser heute auch bei anderen Werkstoffen Anwendung. So können mittlerweile z.B. Obst, Fleece, Filz sowie Holz und Plastik ohne Einschränkung der jeweiligen Beschaffenheit oder des Geschmacks graviert werden. Die Vorteile der Laserbeschriftung liegen in der Schnelligkeit und Flexibilität des Verfahrens. Nahezu jedes Motiv oder Schriftzug ist je nach möglicher Größe der Gravur-Fläche umsetzbar. Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Qualität und Abriebfestigkeit. Je nach Beschaffenheit und Untergrund des Materials erscheint die Gravur in einem bräunlich bis gräulichen Ton und sieht im Gegensatz zu einem farbigen Druck meist edler aus. Durch die verschiedenen Laserarten gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit einen schwarzen Ton zu erreichen, welcher besonders bei Werbeartikeln aus Metall sich einer großen Beliebtheit erfreut.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wirtschaftlichkeit. Bei einer Lasergravur entstehen so gut wie keine Vorkosten, da der Laser einmalig eingerichtet werden muss und sich der Preis lediglich auf die Gravur des einzelnen Artikels bezieht. Somit haben Unternehmen den Vorteil, auch Kleinstmengen ohne großen Kostenaufwand individualisieren zu lassen.

Bestickung

Der Stick wird hauptsächlich im Bereich Textilien angewendet und ist aufgrund seiner Langlebigkeit, seiner Hochwertigkeit und seiner Dreidimensionalität ein immer wieder gern eingesetztes Verfahren der Veredelungsmöglichkeiten.

Das Grundprinzip besteht darin, dass eine Nadel mit einem Faden versehen immer wieder durch ein vertikal gespanntes Stoffteil gezogen wird, wobei die Nadel immer an denselben Punkten sticht und durch Bewegung des Stoffes die Nadelführung vorgegeben wird. Heutzutage wird die Steuerung von einem Computer übernommen, der mittels einer Vorlage die Nadeln steuert, und somit die richtige Farbe an die richtige Stelle stickt. Voraussetzung für die Umsetzung des Sticks ist eine Bitmap-Grafik, die das Motiv in Pixel übersetzt und diese Daten dann an die einzelnen Stickköpfe weiterleitet.

Bei einer industriellen Stickmaschine sind die einzelnen Stickköpfe an einem Querträger befestigt, der es den Stickern ermöglicht, gleichzeitig bis zu 55 Stoffteile besticken zu können. Jeder Stickkopf ist mit mehreren Nadeln ausgestattet, die über die so genannte Nadelplatte und den darunter liegende Greifer fahren.

Jeder Stickkopf kann bis zu maximal 15 Nadeln und dementsprechend auch 15 Farben haben. Jedoch sind nicht immer alle Nadeln im Gebrauch. Üblicherweise werden meist 12 Nadeln genutzt, wobei von diesen Nadeln dann nur 5-8 Nadeln wirklich im Gebrauch sind. Die Farben eines Motivs werden nicht gleichzeitig, sondern nacheinander gestickt, worauf auch der erhöhte Aufwand zurückzuführen ist. Die Bestickung eines Produktes kann auf 2 verschiedenen Wegen erfolgen. Die direkte Methode – der Stick erfolgt direkt auf dem Trägermaterial, oder die indirekte Methode – der Stick erfolgt auf einer Trägerfolie, die dann wiederum auf den Artikel aufgeklebt oder aufgenäht wird.

Vorteil der indirekten Methode ist die flexible Anwendbarkeit. So können neben den gängigen Textilien auch Kunststoffe wie LKW-Planen, Leder oder Kunstleder mit einem Stick veredelt und individualisiert werden. Obwohl die Stickerei aufwendiger ist als der normale Textildruck, ist der Stick bei kleineren Auflagen auf jeden fall konkurrenzfähig und erzielt durch seine breit gefächerten Möglichkeiten eine hohe Beliebtheit.

Prägung

Die Prägung ist eine beliebte Art der Veredelung, wenn es um Leder oder Kunstleder geht sowie der dezenten Individualisierung. Meist wird diese Art der Veredelung im Premium- Bereich angewendet wird, bei denen das hochwertige Produkt im Vordergrund stehen sollte und die Werbebotschaft eher zweitrangig ist. Bei dieser Werbeanbringung hat der Kunde die Wahl zwischen einer Blindprägung, Farbfolienprägung und Hochfrequenzprägung.

Die Blindprägung ist ein weit verbreitetes Verfahren und zählt mit zu den ältesten Techniken. Per Presse wird das jeweilige Kundenmotiv dreidimensional, wahlweise erhaben oder vertieft, mittels eines erhitzten Prägestempels aus Messing oder Magnesium auf den jeweiligen Artikel gedrückt. Dabei liegt die optimale Temperatur zwischen 120 – 160°C, um das Leder dauerhaft zu verformen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass, je feiner die Linien und Grafiken des Motivs, desto vorsichtiger müssen mit dem Stempel umgegangen werden muss, um das Leder nicht zu verbrennen oder gar durchzuschneiden. Eine weitere Variante der Prägung ist die Folienprägung, die im Gegensatz zu der allgemeinen Annahme, dass Prägungen immer farblos seien, auch farbige Motive erzeugen kann. Mittels Silberfolie, Blattgold oder eigens angemischten Pantone Farben wird die jeweilige Folie gefertigt und mit dem Stempel und einer Hitze von ca. 90-120°C auf den Artikel gedrückt. Dabei bleibt die Oberfläche glatt und eine Prägung mit hoher Deckkraft und Farbdichte veredelt den Artikel.

Porzellanveredelung

Eine wohlgeformte Tasse, die gut in der Hand liegt und mit einem schönen Logo versehen ist, zählt immer noch mit zu den Klassikern auf dem Werbeartikelmarkt. Ob hochwertiges Porzellan aus Deutschland oder lieber ein günstiges Porzellan/Keramik aus Fernost für die Masse, ist dem Kunden selbst überlassen. Den Veredelungsmöglichkeiten sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt und haben sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. So kann aus einer einfachen weißen Tasse mittels Gravur, Hydroglasur und Effektlack ein ganz individueller Becher hergestellt werden, der nicht nur durch seine gute Haptik überzeugt, sondern auch durch ein einzigartiges Design.

Porzellan besteht im Wesentlichen aus 3 Basisbestandteilen: Kaolin, Feldspat und Quarz, die in ihrer Zusammensetzung und Verhältnis in Weich- und Hartporzellan unterschieden wird. Dies gibt Auskunft über die verschiedenen Brenntemperaturen. Bei den Veredelungsmöglichkeiten hat der Kunde die Qual der Wahl: hierbei stehen ihm folgende Techniken zur Verfügung, die ausschließlich durch die jeweiligen Budgetvorgaben und Logos begrenzt sind: Handmalerei gehört mit zu den ältesten Veredelungsmöglichkeiten, wird jedoch im Werbeartikelbereich aufgrund des hohen Aufwandes und damit verbundenen hohen Kosten eher selten eingesetzt. Dem gegenüber steht der Tampon- und Siebdruck. Hierbei wird mittels eines Tampons oder extra angefertigten Siebes das Motiv direkt auf der Tasse aufgebracht. Diese Techniken sind auch besonders bei kleineren Auflagen gefragt, da sie günstig und schnell umsetzbar sind. Problematisch wird es jedoch, wenn das Motiv aus mehreren Farben besteht, da es schnell zu Passerdifferenzen kommen kann, da die Tassen nicht alle 100% gleich sind.

Eine weitere Alternative sind die Transferdekore im Sieb- oder Offsetdruck. Bei dieser Technik können fotogleiche Dekore erstellt werden, die mittels eines Abziehbildes auf die Tasse übertragen werden. Jedoch sollte beachtet werden, dass die Farbbrillianz  bei diesen Verfahren nicht gewährleistet werden kann, da die benutzten Farben nicht immer den gängigen Farbskalen entsprechen. Eine weitere Möglichkeit ist der Sublimationsdruck, der jedoch eher im Hobbybereich genutzt werden sollte, als im Werbeartikelbereich. Zwar können nahezu alle Motive mittels einer Kunststoffschicht, die durch Erwärmung das Dekorbild aufnimmt umgesetzt werden, doch aufgrund der geringen Kratzfestigkeit und den nicht lichtechten Farben wird in der Regel von diesem Verfahren eher abgeraten.

 

Neues Produktsicherheitsgesetz für die Werbeartikelbranche
(Gesetzliche Neuerung bei der Produktkennzeichnung)

Seit dem 1. Dezember 2011 regelt das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) die Herstellerkennzeichnung von Werbeartikeln und hat das bis dahin geltende Geräte- und Produktsicherheitsgesetz – kurz: GPSG – abgelöst. Es ist die zentrale Rechtgrundlage für den Vertrieb von Verbraucherprodukten und somit auch für jeden Werbeartikel in Deutschland.
Laut dem Gesetz besteht für jeden Werbeartikel eine generelle Kennzeichnungspflicht, d. h. dass jeder Werbeartikel grundsätzlich eine Identifikations- und eine Herstellerkennzeichnung aufweisen muss. Davon sind Sie natürlich als Kunde, Händler oder Endverbraucher auch direkt betroffen!
Das neue Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) sorgte in der Werbeartikelbranche für Wirbel, Unsicherheit und vor allem Fragen: Was ist eigentlich der Sinn dieser Kennzeichnungspflicht? Welchen Pflichten müssen Sie nach dem neuen Gesetz nachkommen? Wie hat die gesetzeskonforme Kennzeichnung von Werbeartikeln auszusehen? Welche Konsequenzen drohen bei Verstößen?
Um Ihnen die Unsicherheit zu nehmen werden wir Ihnen nachfolgend diese Fragen beantworten.

Der Gesetzgeber möchte anonyme Produkte so weit wie möglich vom Markt verbannen. Falls es bei dem Produkt zu Beanstandungen kommt oder auch eine Person, die im Zusammenhang mit der Verwendung des Produkts zu Schaden kommt, soll die zuständige Person oder Behörde wissen, an wen sie sich wenden kann, um beispielweise Schadenersatzansprüche geltend zu machen.
Zu kennzeichnen ist jedes Produkt mit dem Namen und der zustellungsfähigen Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) des Herstellers. Diese Angaben müssen dauerhaft und fest auf dem Produkt angebracht sein. Nur in Ausnahmefällen – wenn eine Kennzeichnung aus Platzgründen nicht möglich ist – ist auch eine Kennzeichnung auf der Verpackung, auf einem Etikett oder Aufkleber ausreichend.
Neben Namen und Anschrift muss auch eine eindeutige Identifikationskennzeichnung auf den Werbeartikel angebracht werden, wie beispielsweise eine Serien- oder Artikelnummer. Es ist nicht ausreichend lediglich eine E-Mail-Adresse, Internet-Adresse oder nur eine Wort- und / oder Bildmarke anzugeben. Dies gilt auch für Postfachadressen, da sie nicht als zustellungsfähige Anschriften gelten. Anstelle des Lieferanten können auch wir als Werbemittelberater oder auch Sie selbst mit Ihren Namen und Ihrer Anschrift zur Produktkennzeichnung herhalten. Finden sich auf dem Werbeartikel Ihre Kontaktdaten, gelten Sie damit quasi als Hersteller und übernehmen folglich sämtliche Haftungsrisiken für das Produkt.
Ist eine Identifikations- und eine Herstellerkennzeichnung auf dem Werbeartikel nicht vorhanden, kann dies durch Marktüberwachungsbehörden als Verstoß gegen das Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) geahndet werden. Bei Missachtung der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht werden Bußgelder in einer Höhe von bis zu 10.000 EUR erhoben.

Da wir Sie als Kunde in keinster Weise belehren wollen, hoffen wir lediglich, Sie im notwendigen Maße für die gesetzliche Thematik sensibilisiert zu haben.
Nutzen Sie daher die Möglichkeit Ihre Werbeartikel mit einer Herstellerkennzeichnung inkl. Artikel- / Seriennummer zu versehen. So lässt sich neben einer transparenten Kommunikationspolitik und den damit erhöhten Vertrauen / Wiedererkennbarkeit beim Beworbenen zugleich das Risiko eines rechtlichen Verstoßes entgegen wirken.